Glasfasernetzwerke benötigen effiziente Möglichkeiten, um optische Signale an mehrere Nutzer und Geräte zu verteilen. Ein Glasfaser-PLC-Splitter ist eine wichtige passive Komponente, die zu diesem Zweck eingesetzt wird. Er teilt ein eingehendes optisches Signal in mehrere Ausgangssignale auf, ohne dass eine externe Stromversorgung erforderlich ist. Dadurch eignet er sich für den Einsatz in Fiber-to-the-Home-Netzwerken (FTTH), passiven optischen Netzwerken (PON), der Telekommunikation und anderen Glasfaserinfrastrukturen.
Angesichts des kontinuierlichen Ausbaus der Netzwerke kann das Verständnis der Funktionsweise von PLC-Splittern, ihrer verfügbaren Konfigurationen und ihrer Anwendungsbereiche Netzwerkplanern dabei helfen, geeignete Komponenten für unterschiedliche Installationen auszuwählen.

Was ist ein Glasfaser-PLC-Splitter?
Ein Glasfaser-PLC-Splitter ist ein passives optisches Bauteil, das die Leistung eines Glasfaser-Eingangs auf mehrere Ausgangsfasern verteilt. PLC steht für planare Lichtwellenleiter (Planar Lightwave Circuit), eine Technologie, die eine optische Wellenleiterstruktur nutzt, um Licht gleichmäßig auf mehrere Pfade aufzuteilen.
Im Gegensatz zu aktiven Netzwerkgeräten benötigt ein PLC-Splitter keinen Strom, um seine grundlegende Funktion der Signalaufteilung zu erfüllen. Er empfängt lediglich ein optisches Signal und teilt es entsprechend dem konfigurierten Aufteilungsverhältnis auf mehrere Ausgänge auf.
Gängige Konfigurationen sind 1x2, 1x4, 1x8, 1x16, 1x32 und 1x64. Ein 1x8-Splitter verfügt beispielsweise über einen Eingang und acht Ausgänge, sodass eine einzige optische Verbindung mehrere Endpunkte versorgen kann.
Wie funktioniert ein Glasfaser-PLC-Splitter?
Das Funktionsprinzip eines PLC-Splitters basiert auf der integrierten optischen Wellenleitertechnologie. Ein optisches Signal gelangt über die Eingangsfaser in den Splitter. Im Inneren des Geräts verteilt der planare Lichtwellenleiter die optische Leistung auf mehrere Wellenleiterpfade.
Diese Pfade leiten die aufgespaltenen Signale zu separaten Ausgangsfasern. Der Splitter ist so ausgelegt, dass er eine relativ gleichmäßige Verteilung der optischen Leistung auf seine Ausgänge gewährleistet.
Der Prozess lässt sich in vier grundlegende Schritte zusammenfassen:
- Eingang des optischen Signals: Die Quelle sendet ein optisches Signal über die Eingangsfaser.
- Das Signal erreicht die PLC-Schaltung: Das einfallende Licht tritt in die interne planare Wellenleiterstruktur ein.
- Aufteilung der optischen Leistung: Die Schaltung teilt das Signal in mehrere Pfade auf.
- Ausgang der Signale: Jedes aufgeteilte Signal wird über eine eigene Ausgangsfaser weitergeleitet.
Arten von Glasfaser-PLC-Splittern
PLC-Splitter sind in verschiedenen Konfigurationen erhältlich, um unterschiedliche Netzwerkkonzepte zu unterstützen. Der Hauptunterschied liegt in der Regel in der Anzahl der Ausgangsanschlüsse und der Gehäuseausführung.
1x2-PLC-Splitter
Eine 1x2-Konfiguration teilt einen optischen Eingang in zwei Ausgänge auf. Sie eignet sich für kleinere Netzwerkverbindungen und Anwendungen, bei denen nur zwei optische Pfade benötigt werden.
1x4-PLC-Splitter
Ein 1x4-Splitter stellt vier Ausgangskanäle aus einem einzigen Eingang bereit. Er kann in kompakten Glasfaserverteilungssystemen eingesetzt werden, in denen sich mehrere Endpunkte eine optische Quelle teilen müssen.
1x8-SPS-Splitter
Eine 1x8-Konfiguration bietet acht Ausgänge. Sie kommt häufig zum Einsatz, wenn ein Netzwerk eine stärkere optische Verteilung erfordert und gleichzeitig eine relativ kompakte Bauweise beibehalten werden soll.
1x16-PLC-Splitter
Ein 1x16-Splitter verteilt ein Eingangssignal auf sechzehn Ausgänge. Diese Konfiguration eignet sich für größere Zugangsnetze und die Anforderungen einer zentralisierten Glasfaserverteilung.
1x32- und 1x64-PLC-Splitter
Splitter mit höheren Aufteilungsverhältnissen, wie beispielsweise 1:32 und 1:64, sind für Netzwerke konzipiert, in denen ein einzelnes optisches Signal auf viele Endpunkte verteilt werden muss. Höhere Aufteilungsverhältnisse führen jedoch auch zu einer höheren Einfügungsdämpfung, weshalb Netzwerkplaner vor der Inbetriebnahme das verfügbare optische Leistungsbudget prüfen müssen.
Verpackungsoptionen für PLC-Splitter
Neben den Aufteilungsverhältnissen sind PLC-Splitter in verschiedenen baulichen Ausführungen erhältlich. Die Wahl der geeigneten Ausführung hängt vom Einbauraum, den Anforderungen an das Glasfasermanagement und den umgebenden Netzwerkgeräten ab.
PLC-Splitter für blanke Fasern
Eine Version mit blanken Fasern ist kompakt und lässt sich in Spleißkästen, Verteilerkästen und andere Glasfaser-Management-Systeme integrieren. Sie eignet sich besonders, wenn nur wenig Platz zur Verfügung steht und der Splitter direkt in eine bestehende Glasfaserkonfiguration eingebaut werden muss.
Blockloser SPS-Splitter
Eine blocklose Bauweise sorgt für eine kompakte Bauform, bei der die Fasern direkt aus der Splitterbaugruppe herausgeführt werden. Sie eignet sich für verschiedene Anwendungen in der Glasfaserverteilung, bei denen ein kleiner Formfaktor von Vorteil ist.
LGX PLC-Splitter
Ein Splitter im LGX-Format ist für den Einbau in kompatible rackmontierte oder modulare Glasfasersysteme konzipiert. Dieses Format kann die Installation und Organisation in strukturierten Netzwerkumgebungen vereinfachen.
SPS-Splitter für den Rack-Einbau
Rack-montierte Lösungen eignen sich für zentrale Netzwerkstandorte, an denen mehrere optische Komponenten in einem Rack untergebracht werden müssen. Sie können die Glasfaserverwaltung und -wartung vereinfachen.
Anwendungsbereiche von Glasfaser-PLC-Splittern
Glasfaser-PLC-Splitter finden breite Anwendung in optischen Zugangs- und Kommunikationsnetzen. Dank ihres passiven Aufbaus eignen sie sich für Umgebungen, in denen eine zuverlässige Signalverteilung erforderlich ist, ohne dass am Aufteilpunkt aktive Geräte eingesetzt werden müssen.
FTTH-Netze
Eine der häufigsten Anwendungen ist die Glasfaserverbindung bis zum Endkunden (Glasfaser-Hausanschluss, FTTH). Ein PLC-Splitter kann ein optisches Signal von einem zentralen Netzwerkstandort auf mehrere Privat- oder Geschäftskunden verteilen.
Dieser Ansatz hilft Dienstanbietern beim Aufbau von Punkt-zu-Mehrpunkt-Zugangsnetzen und reduziert gleichzeitig den Bedarf an separaten Glasfaserverbindungen von der Vermittlungsstelle zu jedem einzelnen Kunden.
Passive optische Netzwerke
PLC-Splitter sind ebenfalls wichtige Komponenten in PON-Architekturen. Sie ermöglichen es, eine optische Leitung von einem optischen Leitungsanschluss (OLT) auf mehrere optische Netzwerkeinheiten oder Endgeräte aufzuteilen.
Je nach Netzwerkdesign können unterschiedliche Aufteilungsverhältnisse gewählt werden, um die Anforderungen hinsichtlich Teilnehmerkapazität, Entfernung und optischer Leistung in Einklang zu bringen.
Telekommunikation
Telekommunikationsnetze können PLC-Splitter zur Verteilung optischer Signale in Zugangs- und Glasfaserverteilungssystemen einsetzen. Durch ihren passiven Betrieb tragen sie zur Vereinfachung der Netzwerkarchitektur bei, da an entfernten Aufteilungsstellen weniger Geräte mit eigener Stromversorgung benötigt werden.
Glasfaserverteilungssysteme
PLC-Splitter lassen sich in Glasfaser-Verteilerfelder, Schränke, Gehäuse und andere optische Managementsysteme integrieren. Sie bieten eine strukturierte Möglichkeit, optische Verbindungen aufzuteilen und zu verschiedenen Zielorten weiterzuleiten.
Daten- und Kommunikationsinfrastruktur
Mit dem Ausbau der Glasfasernetze in gewerblichen und Unternehmensumgebungen lassen sich auch passive optische Komponenten in spezialisierte Kommunikationsinfrastrukturen integrieren. Die geeignete Splitterkonfiguration hängt von der Netzwerktopologie, der erforderlichen Kapazität, dem Fasertyp und dem optischen Budget ab.
Wichtige Spezifikationen, die es zu beachten gilt
Bei der Auswahl eines PLC-Splitters geht es um mehr als nur die Wahl der Anzahl der Ausgangsanschlüsse. Vor der Installation sollten mehrere technische Spezifikationen geprüft werden.
- Aufteilungsverhältnis: Dieses bestimmt, wie viele Ausgangswege verfügbar sind, und wirkt sich direkt auf die Verteilung der optischen Leistung aus.
- Einfügungsdämpfung: Die Aufteilung des optischen Signals führt zu einem Leistungsverlust. Höhere Aufteilungsverhältnisse erfordern in der Regel eine sorgfältigere Berücksichtigung des verfügbaren optischen Budgets.
- Betriebswellenlänge: Der Splitter sollte die vom Netzwerk verwendeten Wellenlängen unterstützen.
- Gleichmäßigkeit: Die Ausgangsgleichmäßigkeit gibt an, wie gleichmäßig die optische Leistung auf die Ausgangsanschlüsse verteilt wird.
- Rückflussdämpfung: Diese Spezifikation beschreibt die reflektierte optische Leistung und kann für die Gesamtleistung der Verbindung relevant sein.
- Betriebstemperatur: Der Splitter sollte für die Umgebungsbedingungen am Installationsort geeignet sein.
- Steckertyp: LC-, SC- oder andere Steckerkonfigurationen sollten mit der vorhandenen Glasfaserinfrastruktur kompatibel sein.
PLC-Splitter vs. FBT-Splitter
Sowohl PLC- als auch FBT-Splitter teilen optische Signale auf, nutzen dabei jedoch unterschiedliche Technologien. PLC-Splitter verwenden planare Lichtwellenleiter-Schaltungen, während FBT-Splitter auf der Fused-Biconical-Taper-Technologie basieren.
Die PLC-Technologie bietet mehrere standardisierte Aufteilungsverhältnisse und eine relativ gleichmäßige Leistungsverteilung über die Ausgänge hinweg. FBT-Splitter können für bestimmte Anwendungen mit geringeren Aufteilungsverhältnissen und spezifischen Netzwerkanforderungen nützlich sein.
Die richtige Wahl hängt von Faktoren wie dem Aufteilungsverhältnis, den Wellenlängenanforderungen, der Einfügungsdämpfung, dem verfügbaren Platz, dem Netzwerkdesign und den Einsatzbedingungen ab.
Fazit
Ein Glasfaser-PLC-Splitter bietet eine praktische Möglichkeit, optische Signale auf mehrere Netzwerkpfade zu verteilen. Dank seines passiven Aufbaus, verschiedener Aufteilungsverhältnisse und einer Vielzahl von Gehäuseoptionen eignet er sich für FTTH-, PON-, Telekommunikations- und Glasfaserverteilungssysteme.
Vor der Auswahl eines Splitters sollten Netzwerkplaner das erforderliche Aufteilungsverhältnis, die Einfügungsdämpfung, die Betriebswellenlänge, den Steckertyp, die Umgebungsbedingungen und das verfügbare optische Leistungsbudget bewerten. Das Verständnis dieser Faktoren kann dazu beitragen, sicherzustellen, dass die ausgewählte Komponente den technischen Anforderungen des Glasfasernetzes entspricht.
BlueOptics bietet Glasfaser-Konnektivitätslösungen und Komponenten, die für eine Vielzahl von Anforderungen an die Netzwerkinfrastruktur ausgelegt sind. Durch die Auswahl geeigneter optischer Komponenten und die sorgfältige Planung der Glasfaserverbindung können Unternehmen strukturierte und zuverlässige optische Netzwerke aufbauen.